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GT 2023 - Tag 6

Aufbruch zu bekannten Gefielden, Schweiz wir kommen

„Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei…“
Das trifft nicht nur auf Beziehungen zu sondern auch auf Reisen wie der unseren.
BEvor wir uns aber auf den Weg machen konnten, mussten wir uns nochmals etwas in Geduld üben. Einerseits war das Wetter noch nicht fliegbar als wir am Morgen auf den Flugplatz kamen, andererseits wardie uns umgebende Sperrzone für Luft-Boden Angriffe aktiv geschaltet worden. Somit hatten wir Zeit um die OMP in aller Ruhe vorzubereiten, mit dem Flugdienstleiter zu Philosophieren und das Klubheimder ansässigen Fliegergemeinde zu begutachten.
Eines der älteren Veeinsmitgliedern hat uns dann noch auf einen Rundgang durch die Schatzhalle mitgenommen und uns ein paar schöne Flugzeuge gezeigt.
Gegen Mittag wurde die Sperrzone deaktiviert und das Wetter klarte etwas auf, wobei das schon fast übertrieben ist, die Wolkenbasis lies einen Versuch zu in  tiefer aber doch sicherer Flughöhe in klassischem Sichtflug IFR (I follow the road - Ich folge der Strasse) eine Start zu wagen um die einmal mehr modifizierte Flugroute mit Ziel Aschaffenburg anzutreten.
Knapp 20 Minuten nach dem Start fanden wir nördlich von Muenster/Osnabrück das „Loch vom Dienst“ und konnten von knapp 1000ft unter den Wolken auf komfortable 3500ft, rund 1000m Meer, über die Wolken steigen. Je weiter östlich wir kamen desto klarer wurde es. Schon kurz nachdem wir die kontrollzone von Muenster/Osnabrück umflogen hatten, hatten wir blue sky bis zu unserem Zielflugplatz.
In Aschaffenburg füllten wir ein letzte Mal unsere Tanks auf, meldeten den Zoll an und gaben den Flugplan für den Flug in die Schweiz auf.
Wir mussten noch eine kleine Verzögerung abwarten, ein Fliegerkamerad hatte leider etwas Pech bei der Landung, ihm platzte eine Reifen auf der Piste. Somit war diese vorübergehend gesperrt bis der Flieger abtransportiert war. Es blieb jedoch nur bei Materialschaden.
Um halb Vier starteten wir zu unserem letzten Abschnitt. Von Aschaffenburg in südwestlicher Richtung über den Schwarzwald nach Bern-Belp wo wir nach 2h Flugzeit landeten und unsere Reise abschlossen.
Wettermässig war es gut fliegbar, etwas weniger Gegenwind wäre wünschenswert gewesen, aber wir hatten ja keinen wirklichen Zeitdruck.
Nach der Landung in Belp erledigten wir den administrativen Teil, reinigten die OMP und luden das Reisegepäck ins Auto. Anschliessend fuhren wir nach Thun zum Grillabend unserer Motorfluggruppe um unseren Fliegerkameraden von unserer Grand Tour 2023 zu erzählen, in der Hoffnung das vielleicht der eine oder andere bei einer nächsten Reise dabei sein möchte.
Zwei Fliegerkameraden, fünf Tage, 15h Flugzeit, 15 Landungen, 13 Flugplätze, 1531 Nautische Meilen (2835km), rund 300 Fotos & Videos (nur bei mir), Tonnen an Eindrücken und Erinnerungen.
Natürlich ist so eine Reise nicht Gratis.
Unsere Reise Verursachte Kosten von rund 5200.-, dies ist inklusive Flugzeug, Treibstoff, Flugplatzgebühren, Unterkunft, Essen, Taxi und ÖV, sowie alles weitere das noch so dazukommt.
Bricht man dies aber mal auf die Kosten pro Person und Kilometer herunter, so kommen wir auf -.90Rp. pro Person.

Und das ist mir so eine Reise allemal Wert.